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The Face Of Mount Molehill

ID: NAIM 182LP
Künstler: COWLEY,NEIL
Komponist:
VÖ Datum: 2014-04-10
Label: Naim
Region:
Stil:
Typ: LP
Anzahl LPs: 1
Code: 235
Preis: 35,00 EUR   (exkl. MwST.: 29,17)
Info:
Cowley, ein blendender Komponist und Verfechter reiner kühner Melodien, erschafft auf "The Face Of Mount Molehill" aufregende Musik, bestimmt durch kraftvolle, tolle Riffs, akzentuiert durch Passagen von reinster Köstlichkeit. Erstmalig mit einem Streichensemble aufgenommen, vermittelt dies Album mit besonders bezaubernder Instrumentalmusik Leidenschaft und Gefühl, die der Notwendigkeit von Worten trotzen, es scheint bereit, die Musik des Neil Cowley Trios noch weiter ins Bewusstsein des Hörerpublikums zu katapultieren.
Das Neil Cowley Trio erscheint, äußerlich betrachtet, als ein Jazz-Trio, insofern als es aus drei Männern besteht, die Geräusche erzeugen auf einem Flügel (Cowley), einem Schlagzeug (Evan Jenkins) und einem Kontrabass (Neuling Rekrut Rex Horan). Jedoch klingen diese Geräusche selten wie Jazz. Ihr viertes Album, "The Face Of Mount Molehill", bietet Power-Popsongs ohne Worte, Soundtracks auf der Suche nach einem Film, minimalistische Erkundungsminiaturen und die coolsten TV-Titelmelodien, die man je zu hören bekommen hat.
»Der Titel - "The Face Of Mount Molehill" - bezieht sich auf die Art, wie ich banale, alltägliche Dinge hernehme und sie explodieren lasse zu etwas Epischem und Romantischem,« erklärt Cowley. »Ich mache sozusagen musikalische Gebirge aus Maulwurfshügeln (molehills). Kleinigkeiten werden riesig.« Um diesen Prozess zu unterstützen, gesellt sich zum ersten Mal ein achtköpfiges Streicherensemble zum Trio. Diese Idee haben sie erstmalig ausprobiert bei einem einmaligen Auftritt im ICA (Institute of Contemporary Arts) beim London Jazz Festival 2010, bei dem ein Streichquartett unter Leitung des Geigers Julian Ferraretto mit auftrat. »Ich wollte schon immer mal mit Streichern arbeiten,« meint Cowley, der die Arrangements mit Ferraretto gemeinsam geschrieben hat. »Das ist für mich eine Möglichkeit, groß und dramatisch zu wirken, so wie diese unglaublichen Soundtracks von John Barry, mit denen ich aufgewachsen bin.«
Neben dem Produzenten Dom Monks (Toningenieur bei Kings of Leon und Laura Marling, grammynominiert für seine Mitarbeit am Ray-LaMontagne-Album) wird Cowley außerdem assistiert von dem Kumpel von Brian Eno, Leo Abrahams, der raffinierte stimmungsvolle Geräuschkulissen für mehrere Stücke zur Verfügung stellt. »Leo ist eher ein Geräuscharchitekt denn ein klassischer Gitarrist,« findet Cowley. »Er kam ins Studio mit ein paar komischen Apparaten wie z.B. einer Box voller Stahlfedern und haute schließlich mit einem Kuli auf seine Gitarre. Sämtliche merkwürdigen Geräusche, die zu hören sind und die nicht vom Klavier stammen, hat er fabriziert.« Man kann im Titelstück "The Face Of Mount Molehill" ein mahlendes Geräusch hören, das klingt wie von einem Schlagbohrer und das Abrahams erzeugt hat. Mit ihrem Klaviergeklimper und den schrillen Streichern ist diese verschrobene Hymne vom Typ Madness-meets-Motown eines von mehreren Juwelen der Rockmusik auf dieser Platte. Ein weiteres ist "Fable", ein pulsierendes Stück Power-Pop in umgewöhnlichem Takt, belgeitet von einem teuer aussehenden Promotion-Video (gedreht von Regisseurin Jane Gerber mit Dave Miller als Kameramann). Das wunderbar schräge und stimmungsvolle "Rooster Was A Witness" (das laut Cowley klingt wie ein Hahn, der gerade einen Mord beobachtet hat), ein düster stampfendes Stück namens "Hope Machine" und das dramatische "La Porte", das klingt wie eins der Stücke von Radioheads "Kid A". Die Band neigt dazu, Erzählungen um die einzelnen Stücke herum zu spinnen, während sie sie aufführen.

Anzahl:  
 

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